OP-Methoden

Verstellbares Magenband

Die erste laparoskopische Implantation eines verstellbaren Magenbandes in Österreich wurde 1994 im Krankenhaus Hallein durchgeführt.

Das verstellbare Magenband ist ein 12 mm breites Band aus weichem Silikon mit einem elastischen Ballon, das - je nach Patient - durch eine Injektion aufgefüllt werden kann. Das Band wird um den oberen Teil des Magens gelegt, so dass der Magen in zwei Teile aufgeteilt wird, einen kleinen Teil oberhalb des Bandes und dem Rest unterhalb des Bandes. Das System gibt dem Arzt die Möglichkeit, den Durchmesser (Durchtrittstelle der Speise in den Magen) zu verändern. An dem Band ist ein kleiner Schlauch angebracht, der mit seinem anderen Ausgang in ein Injektionsreservoir mündet. Dieses Reservoir wird im geraden Bauchmuskel (unterhalb des linken Rippenbogens) implantiert und ist auf dem Röntgenbild sichtbar. Durch eine Injektion in das Reservoir kann der Chirurg durch Hinzufügen oder Entfernen von Flüssigkeit im elastischen Teil des Bandes den Durchtritt vergrößern oder verkleinern.

Ziel der Magenoperation ist es, die Speiseaufnahme zu vermindern und ein längeres Sättigungsgefühl nach Nahrungsaufnahme zu erreichen. Die Silikon-Magenband-Operation ist ein Eingriff, der die Nahrungsaufnahme stark einschränkt. Die normale Anatomie des Magen-Darm-Traktes bleibt weitgehend unverändert.

Welche Vorteile bietet das verstellbare Magenband?

Die Magenband-Methode ist: der derzeit eine der geringfügigsten (invasiven) operativen Eingriffe, da der Magen nicht eröffnet werden muss. Die einzige Methode, die eine Veränderung des Band-Durchmessers ohne weitere Operation ermöglicht. Die einzige Methode, die nach Entfernung des Bandes die Rückführung des Magens in seinen ursprünglichen Zustand erlaubt. Eine Gewichtszunahme ist aber dann die Folge.


 

Magenbypass
Bei der Magenbypass-Operation wird ein kleiner Vormagen gebildet, der durch einen „Bypass“ direkt mit dem Dünndarm verbunden wird. Der restliche Magen, der Zwölffingerdarm und ein Teil des oberen Dünndarmes sind damit ausgeschaltet. So erreicht man, dass die Verdauungssäfte wie Galle und Bauchspeicheldrüsensaft erst später mit dem Nahrungsbrei in Kontakt kommen. Vor allem Fette werden so weniger wirksam gespalten und entsprechend vermindert aufgenommen. Durch die Kombination von Magenverkleinerung und verminderter Verdauung führt der Bypass zu einer größeren Gewichtsabnahme als das Magenband.

Die Operation erfolgt ebenfalls in Vollnarkose und wird laparoskopisch (mit Bauchspiegelung) durchgeführt.
Nach einer Magenbypass-OP sollte mindestens 18 Monate eine Schwangerschaft vermieden werden. Die Pille ist zur Empfängnisverhütung nicht mehr zu 100 % sicher.
Durch die Ausschaltung des Zwölffingerdarms ist eine Supplementierung (Zuführung von Vitaminen und Mineralstoffen) zwingend notwendig.

 


 


Sleeve Resection

Bei der Sleeve Gastrektomie handelt es sich um einen Eingriff, bei dem der größere rechte Teil des Magens (Korpus - Fundus) entfernt wird, so dass ein 2-3 cm dicker Magenschlauch übrig bleibt. Dieser Schlauch wird mit Metallklammern gebildet und bedingt eine deutliche Verringerung des Füllungsvolumens. Dadurch kommt es nach Zufuhr kleiner Nahrungsmengen zum Sättigungsgefühl. Gleichzeitig gibt es Hinweise, dass durch die Sleeve Gastrektomie das Hungerhormon Ghrelin vermindert ausgeschüttet wird und Patienten weniger Hunger verspüren.
Die Sleeve Gastrektomie ist eine Operation die länger als ein Magenband aber deutlich kürzer als ein Bypass dauert. Sie kann in den allermeisten Fällen laparoskopisch durchgeführt werden. Der Krankenhausaufenthalt ist wie bei allen laparoskopischen Eingriffen am Magen ca. 5 Tage. Postoperative Probleme können durch eine Leckage im Bereich der Klammernaht am Magen auftreten.
Patienten nach Sleeve Gastrektomie müssen wie auch Magenbypass Patienten Vitamin B 12 zuführen.
Bei schwerer Refluxkrankheit (häufiges Sodbrennen, das nur mit Protonenpumpenhemmern beherrschbar ist) sollte keine Sleeve Gastrektomie durchgeführt werden. Die Sleeve Gastrektomie kann als Ersteingriff oder nach Bandversagen erfolgen.
Bis jetzt gibt es noch keine Langzeitdaten nach dieser Operation. Die vorliegenden Daten sehen, was die operativen Risken betrifft, sehr gut aus und auch die Gewichtsreduktionen sind sehr zufriedenstellend; der Nachuntersuchungszeitraum ist allerdings noch deutlich unter den geforderten 5 Jahren.

     

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