Therapie

Sowohl bei der konservativen als auch bei der chirurgischen  Therapie ist immer ein Paket notwendig, das sich aus Ernährungsumstellung, Bewegung-Sport und gegebenenfalls auch psychologischer Betreuung zusammensetzt.

Konservative Therapien
Nahrungsumstellung

Nur bei geringem Übergewicht bis max. BMI 30

Wer von uns hat sie nicht schon alle probiert – seien es nun die 5 Kilo in 10 Tagen Diäten – oder aber die sinnvolleren Ernährungsarten, welche wirklich eine Ernährungsumstellung nach sich ziehen.

Die Langzeitergebnisse sind aber enttäuschend, denn alleine das Gewicht zu halten, schafft nur ein sehr kleiner Teil der Übergewichtigen (unter 1%).

Bei allen Reduktionsdiäten die mit verringerter Kalorienzufuhr arbeiten, ist nach wenigen Tagen des relativ raschen ersten Abnehmens ein Stillstand erreicht. Der Körper beginnt auf "Sparflamme" zu schalten, der Grundumsatz sinkt, damit verringert sich der Energieverbrauch (Kalorien). Zusätzlich wird die Körpertemperatur gesenkt – der Körper spart damit Energie man fühlt sich "schlapper", möchte ungern etwas tun, ermüdet leichter. Er kämpft mit allen möglichen Tricks gegen die herrschende "Hungersnot", ums Überleben.

Wenn die Hungerphase (Diät) vorbei ist, beginnt der Körper verstärkt Vorräte anzulegen. Die zugeführten Nahrungsmittel werden besser ausgenützt als zuvor.

Der Körper, hervorgerufen durch die vorangegangene Hungerphase, befindet sich noch einige Zeit im herabgesetzten "Sparmodus“.
Fazit: der Grundumsatz ist noch etwas niedriger und man nimmt kräftig zu ohne viel Nahrung zu sich zu nehmen - der YO-YO-Effekt tritt ein

Abnehmen - zunehmen - abnehmen - mehr zunehmen… ein Teufelskreislauf.

Bei den meisten Diäten verliert der Körper neben Fett und Wasser auch Glykogen (gespeicherte Kohlehydrate) und Muskelmasse (Eiweiß). Nach der Diät wird das verlorene Fett wieder ergänzt und die verlorene Muskelmasse wird nun ebenfalls durch vermehrte Fetteinlagerung ersetzt. Da Fett - bei gleichem Gewicht wie die Muskelmasse - ca. 1/3 mehr Volumen hat, erreicht man oft nach der Diät schnell das alte Gewicht – jedoch mit mehr Volumen als vorher. Die Körperzusammensetzung hat sich verschlechtert, der Fettanteil ist gestiegen.

Aus diesem Grund sollte jede Kalorienreduktion zur Gewichtsabnahme “schleichend" stattfinden.

Daraus ergibt sich:
Langsames Abnehmen in Form einer Ernährungsumstellung - kombiniert mit Bewegung (um den Verlust an Muskelmasse im Rahmen zu halten) - bringt auf Sicht die besten Erfolge und eine reelle Chance, das erreichte Gewicht zu halten.

Chirurgische Therapien

Chirurgische Massnahmen - Operation

Chirurgische Massnahmen zur Behandlung und Beherrschung der Adipositas stehen am Ende der ärztlichen Bemühungen, wenn alle anderen therapeutischen Ansätze nicht zum Erfolg geführt haben.
Ziel der chirurgischen Massnahme ist es, die Nahrungszufuhr des Patienten einzuschränken, beziehungsweise das Sättigungsgefühl zu erhöhen.
Jede Chirurgie bei krankhaft übergewichtigen Menschen ist mit einem überdurchschnittlichen Risiko verbunden und muss nach strengen Richtlinien indiziert werden. Eine chirurgische Behandlung wird bei einem Übergewicht mit einem Body Mass Index von 40 oder mehr durch den Chirurgen als sinnvoll erachtet. Ausnahmen nach unten müssen begründet sein.

% Verlust Übergewicht
  Nach der Operation   Magenband (AGB)   Magenbypass (MBP)
  3 Monate   20 %   30 %
  6 Monate   20 – 40 %   50 %
  1 Jahr   58 %   70 %
  4 Jahre   65 %   65%
  9 Jahre   40 - 69 %   50 – 70 %

Die nächsten Termine

SHG Wolfsberg
20.10.2017
SHG Oberwart
20.10.2017
SHG Dornbirn
03.01.2018